A40: Nach Tanklastwagenbrand ab Sonntagabend wieder frei

A40: Nach Tanklastwagenbrand ab Sonntagabend wieder frei

Gelsenkirchen (straßen.nrw). Am Mittwochmorgen sind auf der A40 bei Mülheim-Styrum die Fräsen angerückt. Damit liegen die Arbeiten zur Wiederfreigabe der Strecke nach dem verheerenden Brand eines Tanklastwagens am 17. September im Zeitplan. Über das Wochenende ist die Deutsche Bahn AG (DB) dann noch einmal mit Arbeiten an den Brücken befasst, so dass Straßen.NRW die A40 am Sonntag (4.10.) um 22 Uhr wieder für den Verkehr freigeben kann.

Auf 3000 Quadratmetern Fläche muss zunächst der Asphalt bis zu einer Tiefe von zwölf Zentimetern abgefräst werden. „In den offenporigen Asphalt ist Diesel eingedrungen, dadurch wird Bitumen angelöst, die Struktur des Asphalts ist angegriffen“, erklärt Joachim van Bebber, Leiter der Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Krefeld. Darum muss weiträumig um die Unfallstelle herum die so genannte Binder- und Deckschicht erneuert werden. Eingebaut wird allerdings zunächst nicht der lärmmindernde offenporige Asphalt (OPA), sondern ein Splitt-Mastix-Asphalt. „Da in diesem Bereich absehbar Bauarbeiten stattfinden, werden wir zunächst mit einer so genannten Plombe den Bereich verkehrstauglich machen“, so van Bebber.

Am Wochenende wird die DB dann einen 500-Tonnen-Kran auf die Baustelle bringen und Großgerät auf die Ebene der Gleise heben. Dafür muss der Kran-Koloss auf beiden Straßenseiten auf- und abgebaut werden. Zur Vorbereitung von Fundamentgründungen werden außerdem Arbeiten zur Kampfmittelsondierung durchgeführt.

Dem Verkehr werden dann in beiden Fahrtrichtungen zunächst wieder jeweils zwei Fahrstreifen zur Verfügung gestellt. Die Bahn bereitet unterdessen ein Verkehrskonzept zum Bau der Behelfsbrücke vor. Die DB muss dazu eine neue Mittelstütze und neue Widerlager bauen. Dafür sind unter anderen Pfahlbohrungen bis zu einer Tiefe von 25 Metern notwendig und erfordern den Einsatz von Großgerät. Die Einrichtung der Baustellenverkehrsführung ist für die Herbstferien geplant. Dabei bleiben jeweils zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung erhalten. In verkehrsarmen Zeiten wird eine zeitweise Verengung auf nur einen Fahrstreifen pro Fahrtrichtung notwendig sein, um u.a. den Abraumabtransport möglich zu machen.

Seit zwei Wochen stimmen sich die Mitarbeiter von Bahn AG und Straßen.NRW täglich über den Fortgang der Arbeiten an der Unfallstelle ab. Das NRW-Verkehrsministerium hat zudem eigens eine Taskforce eingerichtet, um Entscheidungen zu koordinieren und zu beschleunigen.

Pressekontakt: Susanne Schlenga, Telefon 0209-3808-333; Kirsten Verbeek (Deutsche Bahn AG), Telefon 0211-3680-2060